Licht und Schatten in Charlottenburg

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Kai Siewert berichtet für unseren Verein aus den Reihen der U11:
Am 17.2. ging’s in der P09 als Heimspiele gegen Erfurt und Weißwasser – und das in der großen Halle innen, was sehr zu begrüßen war. Gemütlich mit gutem Blick bequem sitzen, statt sich die langsam vereisenden Beine in den Bauch zu stehen und trotzdem kaum was durch die beschlagenen Plexiglas-Scheiben zu sehen. Wenn der Imbiss von Anfang an seine hervorragende Currywurst serviert hätte, wären es ideale Bedingungen gewesen…
Jetzt aber zum Geschehen auf dem Eis – zunächst gegen Weißwasser. Während es bei Team 2 eine klare Sache war und sich unsere wackeren Streiter trotz hohem Einsatz eine deutliche 0:9 Klatsche fingen, lag die Sache beim A-Team anders: Im 1 gegen 1 ebenbürtig, sowohl stocktechnisch als auch läuferisch,
trieb einen die Betrachtung der taktischen Disziplin zur Meditation über Grundsätzliches:
– Warum ist unser Verteidiger vor den Stürmern beim gegnerischen Tor?
– Gibt es ein Leben nach dem Tod?
– Warum ist der gleiche Spieler innerhalb von 10 Sekunden erst hinter unserem und dann hinter dem gegnerischen Tor statt Position zu halten?
– Was ist der Sinn des Lebens?
– Warum wird der freistehende Mitspieler am gegnerischen Tor meist ignoriert?
– Gibt es einen Gott?
– Warum wird zugeschaut, wenn zwei Gegner unseren Torwart beharken, statt ihn zu unterstützen?
Die Idee einer Eishockeyelterntelefonseelsorge gewinnt in solchen Momenten deutlich an Charme. Auch wenn sich das Zusammenspiel sichtlich verbessert hat, war Weißwasser taktisch eindeutig versierter und so kam es, wie es kommen musste: trotz individueller Ebenbürtigkeit stand am Ende ein 1:8 zu Buche.
Das zweite Spiel gegen Erfurt verlief dann deutlich erfreulicher. Allerdings machte sich das A-Team die Sache durch taktische Individualkreativität schwerer als nötig (auf den Rängen hatte sich inzwischen merklich mehr taktisches Denken durchgesetzt als zuweilen auf dem Feld: statt „Schieß! Schieß!“ wurde oft „Pass! Pass!“ gerufen), dazu kam auch noch Pech beim Abschluss. Am Ende stand ein knapper 2:1 Sieg. Das B-Team drehte dagegen richtig auf und zeigte, wie man es machen kann: Ein ungefährdetes und suveränes 7:0, auch Dank gesteigerter Bemühungen im Zusammenspiel!
Abschließend Dank an Hamid fürs Stereo-Coachen (zwei Spiele parallel), an alle Eltern, die geholfen haben, an unseren Sani Veit fürs Verbinden der Verletzten – und gute Besserung an unsere Girls-Squad, die dieses Wochenende verletzungstechnisch komplett lahmgelegt wurde.
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